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Das Hauptgehäuse besteht aus dem robusten Kalkbehälter (Scrubber Canister) und dem CCR-Kopf, dazu kommen der obere Behälter (Upper Canister) und der Top Head – alles aus schwarzem Delrin gefertigt.

Kalkbehälter (Scrubber Canister)

Kalkbehälter

Der Kalkbehälter besteht aus einem widerstandsfähigen Delrin-Rohr mit eingesetztem Boden und einer kleinen Wasserfalle.

Der Boden hat einen unteren Schutzring aus Edelstahl, der bei Beschädigung ausgetauscht werden kann.

Der Kalkbehälter kann mit einem oder zwei Schnellverschlüssen (Quick Release Fasteners) ausgestattet werden, um On-Board-Flaschen – falls verwendet – einfach anzubringen und zu wechseln. Die Schnellverschlüsse ermöglichen eine sehr einfache und sichere Befestigung der Flaschen am Behälter.

Boden des Kalkbehälters

Radialkalkpatrone

Radialkalkpatrone 212 mm

Der FLEX2 CCR ist serienmäßig mit einer Radialkalkpatrone im Kalkbehälter ausgestattet.

Die Radialpatrone (H = 212 mm) fasst 2,5 kg Atemkalk und hat eine minimale Einsatzzeit von bis zu 6 Stunden – auch unter extremen Bedingungen wie kaltem Wasser (4 °C) und Tiefen über 100 m.

Die Patrone besteht aus feinem perforierten, konzentrischen Edelstahl mit einem robusten Boden und einem Deckel aus Delrin. Der weiße obere Ring verstärkt und schützt das äußere perforierte Rohr.

Der Deckel hat einen einfach zu bedienenden Bajonettverschluss und eine Selbstdichtung: Eine federbelastete Platte hält den Atemkalk dauerhaft unter Druck und verhindert so Channeling (dass Gas am Kalk vorbeiströmt).

Im Deckel ist ein radialer Griff integriert, mit dem sich die Patrone einfach und sicher aus dem Behälter ziehen lässt.

Deckel der Kalkpatrone

CCR-Kopf & Elektronik

CCR-Kopf

Der CCR-Kopf ist das Herz des FLEX2. Er enthält die Steuerelektronik, das Magnetventil (Solenoid) für die geregelte Sauerstoffzugabe, eine herausnehmbare Kartusche mit drei Sauerstoffsensoren, zwei austauschbare Li-Ionen-Akkus 18500, wasserdichte Steckeverbindungen für den Anschluss externer Computer und/oder wahlweise HUD sowie Anschlüsse mit einzigartigen Click-Lock-Bajonetten zum schnellen und einfachen Anschließen der Gegenlungen.

Die Steuerelektronik (Shearwater SOLO Board) sitzt in einem hermetisch abgeschlossenen Fach im Kopf.

Das SOLO Board regelt anhand der Messwerte der drei O₂-Sensoren den ppO₂ im Atemkreislauf selbstständig auf den aktuell gewählten Setpoint.

Durch den modularen Aufbau sind wichige Funktionseineheiten redundant getrennt. Solenoid und Sauerstoffelektronik (auf dem SOLO Board) können Sauerstoff unabhängig vom Primary Controller messen und zugeben – auch wenn Handset oder Kabel abgesteckt oder beschädigt sind. Das SOLO Board regelt den ppO₂ im Atemkreis weiter, bis der Taucher aufgetaucht ist.

Die Steuerelektronik nutzt DiveCAN®, einen von Shearwater Research Inc. speziell für Rebreather entwickelten digitalen Kommunikationsstandard mit robuster Fehlerprüfung: Eine Nachricht kommt entweder korrekt an oder gar nicht. DiveCAN® lässt sich einfach aktualisieren und erweitern.

Die ppO₂-Ausgänge der drei Sauerstoffsensoren sind elektrisch voneinander getrennt. Ebenso sind die Anschlüsse zum Primary Controller Bus und zum Secondary Monitoring Bus elektrisch voneinander getrennt. Der Secondary Monitoring Bus ist unabhängig vom Primary Controller Bus und liefert eine Backup-ppO₂-Überwachung, falls der Primary Controller ausfällt. Beide EInheiten haben getrennte Stromversorgungen durch wiederaufladbare Akkus.

Ein Fehler oder Kurzschluss an einem Sensor oder an einem angeschlossenen Gerät beeinträchtigt die übrigen ppO₂-Anzeigen am funktionierenden Gerät nicht.

Primary Controller, Head-Up-Display oder NERD 2 werden über wasserdichte Stecker angeschlossen, die bis 300 m Tiefe spezifiziert sind. Die Stecker erlauben einen flexiblen Anschluss von Steuer- und Überwachungsgeräten sowie das einfache Abstecken für Reisen, Updates und Reparaturen.

Die wasserdichten Stecker sind farbcodiert: GRÜN – DiveCAN Controller Bus. BLAU / ROT – DiveCAN und analoger Monitoring Bus.

Die drei Sauerstoffsensoren sitzen in einer leicht herausnehmbaren Sensorkartusche, sodass sie sich einfach trocknen, prüfen oder austauschen lassen. Die Kartusche ist über einen robusten 6-poligen Stecker mit vergoldeten Bananenstiften mit der Kopfelektronik verbunden.

Die Kartusche hat einen Drahtbügel, mit dem sie sich einfach herausziehen lässt. Der Abdeckdeckel wird mit einem Bajonett-Verriegelungsring geschlossen und gesichert.

Sensorkartusche
Magnetventil

Das Magnetventil hat ein Gehäuse aus Edelstahl AISI 316 und arbeitet bis 17 bar über Umgebungsdruck. Eine Anpassung des Mitteldrucks an der ersten Stufe ist daher nicht nötig.

Das Magnetventil ist an einen UNF-9/16"-Anschluss mit eingebautem O₂-Filter angeschlossen.

Zwei unabhängige, leicht austauschbare, wiederaufladbare Li-Ionen-Akkus 18500 versorgen die Steuerelektronik. Sie liegen in zwei getrennten Fächern an den Seiten des Kopfes und sind vollständig vom Atemkreislauf getrennt.

  • Akku 1 versorgt das Magnetventil.
  • Akku 2 versorgt das Head-Up-Display und – falls verwendet – den ppO₂-Ausgang für den NERD 2.
Akkufach im CCR-Kopf

Die Akkus sind über die Akkudeckel am CCR-Kopf leicht zugänglich. Der CCR-Kopf ist mit dem oberen Behälter verbunden und wird mit 4 Sicherheitsverschlüssen aus Edelstahl auf dem Kalkbehälter montiert und verriegelt. Zum Abnehmen einfach die Verschlüsse öffnen und den Kopf nach oben abziehen.

Primary Controller (Handset)

Der Primary Controller ist der Shearwater DiveCAN Petrel 3 Controller, speziell für XCCR und FLEX2 ausgelegt.

Er ist über ein robustes, langlebiges und sehr flexibles Kabel mit X-Stecker (AISI 316L, bis 300 m Tiefe, GRÜNER Ring) mit der Steuerelektronik im CCR-Kopf verbunden.

Primary Controller Petrel 3

 

Funktionen des Primary Controllers

  • Zwei ppO₂-Setpoints, einstellbar zwischen 0,5 und 1,5
  • Automatische Setpoint-Umschaltung (konfigurierbar)
  • Anzeige von Tiefe, Zeit, 3× ppO₂ und Dekodaten
  • Kräftiger Vibrationsalarm
  • Bis zu 4 Drucksender zur Überwachung der Flaschendrücke
  • Dekompressionsmodell Bühlmann mit Gradientenfaktoren, optional VPM-B
  • 5 CC- und 5 OC-Gase, während des Tauchgangs änderbar und ergänzbar
  • CNS-Berechnung
  • Beliebige Kombination aus Sauerstoff, Stickstoff und Helium (Luft, Nitrox, Trimix)
  • Offenes und geschlossenes System, während des Tauchgangs umschaltbar
  • Keine Sperre bei Verletzung von Dekostopps
  • Metrische und imperiale Einheiten
  • Automatisches Abschalten an der Oberfläche (nach 15 Minuten)
  • Neigungskompensierter Digitalkompass
  • Tauchgangsplaner
  • Logbuch für 1000 Stunden
  • Logbuch-Download und Firmware-Updates per Bluetooth
  • Vom Anwender wechselbare AA-Batterie, nahezu alle Typen verwendbar

Head-Up-Display

Das Head-Up-Display (HUD) ist ein kompaktes Shearwater DiveCAN HUD mit ppO₂-Überwachung aller drei O₂-Sensoren.

Head-Up-Display

Hauptaufgabe des HUD ist es, dem Taucher den aktuellen ppO₂ im Atemkreislauf sowie ppO₂-Alarme anzuzeigen.

Das HUD hat Nasskontakte und schaltet sich beim Eintauchen ins Wasser automatisch ein. Es wird von Akku 2 im CCR-Kopf versorgt.

Das HUD ist über ein robustes, langlebiges und sehr flexibles Kabel mit X-Stecker (AISI 316L, bis 300 m Tiefe, BLAUER Ring) mit der Steuerelektronik im CCR-Kopf verbunden.

Das HUD sitzt in einer in zwei Richtungen verstellbaren Halterung am SM BOV Neo oder SM DSV.

HUD an der Halterung

NERD 2

Anstelle des HUD kann der FLEX2 CCR optional mit einem NERD 2 ausgestattet werden – dem kompakten augennahen Shearwater DiveCAN Computer. Der NERD 2 dient als Zweitcomputer mit ppO₂-Überwachung aller drei O₂-Sensoren und Trimix-Dekompression.

Der NERD 2 hat Nasskontakte und schaltet sich beim Eintauchen ins Wasser automatisch ein. Er wird von seinem eigenen integrierten Akku versorgt, der bis zu 15 Stunden Betriebszeit bietet.

Der NERD 2 sitzt in einer in drei Richtungen verstellbaren Halterung am SM BOV Neo oder SM DSV. Er ist über ein robustes, langlebiges und sehr flexibles Kabel mit X-Stecker (AISI 316L, bis 300 m Tiefe, BLAUER Ring) mit der Steuerelektronik im CCR-Kopf verbunden.

NERD 2

Funktionen des NERD 2

  • Anzeige von Tiefe, Zeit, 3× ppO₂ und Dekodaten
  • Dekompressionsmodell Bühlmann mit Gradientenfaktoren, optional VPM-B
  • 5 CC- und 5 OC-Gase, während des Tauchgangs änderbar und ergänzbar
  • CNS-Berechnung
  • Keine Sperre bei Verletzung von Dekostopps
  • Beliebige Kombination aus Sauerstoff, Stickstoff und Helium (Luft, Nitrox, Trimix)
  • Offenes und geschlossenes System, während des Tauchgangs umschaltbar
  • Automatisches Abschalten an der Oberfläche (nach 15 Minuten)
  • Neigungskompensierter Digitalkompass
  • Tauchgangsplaner
  • Logbuch für 1000 Stunden
  • Logbuch-Download und Firmware-Updates per Bluetooth

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